Geschrieben von Nikita Makarov
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Eine Beamtin der Polizei Northeim soll einem Führungsmitglied der Rockergruppe „Hells Angels“ interne Informationen weitergegeben haben. Das berichten unter anderem der NDR und die HNA. Das Amtsgericht Northeim hat gegenüber der ehemaligen Leiterin des zentralen Kriminaldienstes (ZKD) in Northeim einen Strafbefehl wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses in Höhe von 5.400 Euro verhängt. Das entspricht 90 Tagessätzen zu je 60 Euro. Die 31-jährige Frau befindet sich nach Informationen des NDR nicht mehr im Dienst der Polizei. Sie soll ein halbes Jahr nach ihrem Dienstbeginn während ihrer Probezeit interne Informationen an einen Anführer der Hells Angels aus dem Raum Kassel weitergegeben haben. Der Hells Angel soll privat ein Auto verkaufen haben wollen. Ein Polizeibeamter habe dabei unter falschem Namen Kaufinteresse bekundet und eine Probefahrt mit dem PKW gemacht. Der Anführer der Rockerbande soll sich Dezember 2021 an die ZKD-Leiterin gewandt haben und gefragt haben, ob es einen Polizisten mit entsprechenden Namen gebe. Die ZKD-Leiterin soll nach Prüfung einer internen Datenbank diese Frage verneint haben. Der Hells-Angel-Anführer habe daraus schließen können, dass der Kaufinteressent ein verdeckter Ermittler sei.