Stadt gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki
Gestern vor 78 Jahren fiel die Atombombe auf Hiroshima. Zum Gedenken an die Opfer hat die Kulturdezernentin der Stadt Göttingen Anja Krause ein Blumengesteck am Fukushima-Gedenkstein auf dem Hiroshimaplatz am Neuen Rathaus niedergelegt. Außerdem erklang zum Gedenken erstmals die neu restaurierte Glocke im Alten Rathaus. Bereits am Samstag fand eine Gedenkaktion der Anti-Atom-Initiative Göttingen und des Göttinger Friedensforums statt. Warum das Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki momentan besonders wichtig ist, erklärt Annette Ramaswamy von der Anti-Atom-Initiative: "Jeder spricht ja so ein bisschen davon. Wenn schon gesagt wird 'Zieht die Atomwaffen nach Belarus zurück.', dann weiß ich schon, man redet drüber, und das macht mir einfach Angst." Die Sozial- und Kulturdezernentin Anja Krause ergänzt: "Angesichts des schrecklichen Krieges gegen die Ukraine ist es erforderlich und notwendig, gerade an solchen Tagen wie heute zu sagen, so etwas darf nie wieder geschehen und wir müssen eben aus der Geschichte lernen." Die Atombombenabwürfe vom 6. und 9. August 1945 töteten in Hiroshima und Nagasaki ca. 100.000 Menschen, weitere 130.000 Menschen starben aufgrund von Folgeschäden.