Spritzenautomaten in Göttingen: Die PARTEI/Volt-Ratsgruppe möchte Infektionsschutz fördern
Die Göttinger PARTEI und Volt-Ratsgruppe hat für die kommende Stadtratssitzung einen Antrag vorgelegt, durch den die Situation Drogenabhängiger verbessert werden soll. Demnach soll die Stadt prüfen, ob und an welchen Standorten Spritzenautomaten und entsprechende Abfallbehälter aufgestellt werden können. Dies soll in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention geschehen. Durch die Automaten könne ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen werden, das Maßnahmen für den Infektionsschutz biete und zeitgleich die Drogen- und Aids-Hilfe entlaste, begründet Helena Arndt aus der Ratsgruppe den Antrag. Eine Versorgung mit sterilen Spritzen sei als wirksames Mittel der Infektionsprophylaxe von der WHO anerkannt.Durch zusätzliche Entsorgungscontainer könne, so Ratsherr Till Jonas Hampe, eine ordnungsgemäße Entsorgung erfolgen, sodass die benutzten Spritzen nicht zur Gefahr für andere werden können. Diese sollten an Orten aufgestellt werden, an denen bekanntermaßen auch konsumiert wird. Die Spritzenautomaten haben sich in der Vergangenheit bereits in anderen Städten wie Hannover oder Berlin bewährt, heißt es weiter in der Begründung. Über den Antrag wird in der Ratssitzung am 15. Dezember beraten.