Geschrieben von Benita Heukamp
Datum:
Der Deutsche Wetterdienst spricht für die Landkreise Göttingen und Northeim auch für heute Unwetterwarnungen aus. Ab 18 Uhr ist mit Sturmböen von 65 km/h aus nordwestlicher Richtung zu rechnen, in exponierten Lagen können sie eine Stärke von 80 km/h erreichen. Zeitgleich gilt weiterhin die Warnung vor ergiebigem Dauerregen. Diese gilt bis Samstag, den 23. Dezember, um 18 Uhr. Der Sturm Zoltan hat gestern ab dem Nachmittag für mehrere Einsätze der Feuerwehren gesorgt. In der Gemeinde Friedland ist es in Folge des Sturms zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein Autofahrer lebensgefährlich verletzt wurde. Der 60-Jährige ist in einem kleinen Waldgebiet auf der K 22 zwischen den Ortschaften Groß Schneen und Ludolfshausen gestern Nachmittag mit einem Baum kollidiert. Unklar ist bislang, ob der Baum zum Zeitpunkt des Unfalls bereits auf der Straße lag oder auf den zu dieser Zeit vorbeifahrenden Wagen stürzte. Von den Rettungskräften wurde der Mann in die Göttinger Universitätsklinik gebracht. Im Landkreis Northeim waren die Feuerwehren seit gestern in rund 30 Einsätzen. Umgestürzte Bäume und vereinzelt auch lose Dachziegel haben die Einsatzkräfte bis in die Nacht hinein beschäftigt. In Northeim wurde zudem eine Unterführung auf der Westumgehung unter Wasser gesetzt. Aufgrund der Sturmböen und umgestürzter Bäume mussten vereinzelt Straßen gesperrt werden, darunter Abschnitte der Landesstraßen 548 und 549.
Die Kreisfeuerwehr Northeim rät, Aufenthalte im Freien zu meiden. Auch Haustiere sollten bei Extremwetter nicht ins Freie gelassen werden. Sollte sich ein Aufenthalt draußen nicht vermeiden lassen, sollte Abstand zu Bäumen und Masten gehalten werden. Bei den angekündigten Windgeschwindigkeiten sollten Waldgebiete und Parkanlagen unbedingt gemieden werden, auch in den Tagen nach einem Unwetter. Auch sollte sich im Straßenverkehr mit reduzierten Geschwindigkeiten fortbewegt werden, um besser auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können. Um über die Wetterlage informiert zu werden, empfiehlt die Kreisfeuerwehr Apps, beispielsweise die Warnwetter-App vom Deutschen Wetterdienst, ebenso aber auch NINA, KatWarn oder BIWAPP. Über diese wird über amtliche Unwetterwarnungen informiert.