Geschrieben von Steffen Hackbarth
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Die Busse der GöVB stehen von heute bis einschließlich Freitag für drei Tage still.
Ver.di sieht die Arbeitskampfmaßnahmen als notwendig an, da der Kommunale Arbeitgeber Verband Niedersachsen (KAV) sich in der vergangenen Verhandlungsrunde der laufenden Tarifauseinandersetzungen nicht bewegt habe. Die Forderungen beziehen sich vor allem auf die Entlastung im Arbeitsalltag der Busfahrer – drei Tage mehr Urlaub, längere Pausenzeiten zwischen den Diensten und Anerkennung der Schichtarbeit mit entsprechenden Zulagen.
Wie ver.di und das Bündnis „Wir fahren zusammen“ in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt gaben, sei man bemüht um das Verständnis der Lehrer, Eltern und Schüler. Diese habe man ebenfalls kontaktiert. Anfang der Woche sei man mit Ladenbesitzern und Fahrgästen ins Gespräch gekommen. Sönke Kaden, Busfahrer der GöVB und Streikaktivist, hält die Kommunikationsoffensive für wichtig, „um nochmal zu erklären, dass wir nicht für mehr Geld kämpfen im Moment, sondern für bessere Arbeitsbedingungen, damit wir mehr Nachwuchs im Fahrdienst und in den Bereichen auch der Verwaltung und vor allem der Werkstatt hier finden. Denn nur mit besseren Arbeitsbedingungen finden wir Nachwuchs und so auch können wir für eine Verkehrswende mit sorgen, die ja stattfinden muss, wenn wir alle gemeinsam den Klimawandel verhindern wollen.“
Kaden sei auf viel Verständnis gestoßen. Die Redaktion des StadtRadio haben aber auch Stimmen des Unmuts erreicht. Gerade in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen, wie etwa Ältere, sind auf eine verlässliche Busverbindung angewiesen. Am Freitag wird es zusammen mit Fridays for Future zu einer großen Kundgebung im Stadtgebiet kommen.