Geschrieben von Steffen Hackbarth
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Der Fahrzeugführer, der Anfang Oktober letzten Jahres auf der Bürgerstraße ein illegales Autorennen mit Todesfolge durchführte, befindet sich nun in Untersuchungshaft. Das gab die Staatsanwaltschaft Göttingen in einer Mitteilung bekannt. Gegen den polnischen Fahrzeugführer hatte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl und kurz darauf einen Europäischen Haftbefehl erwirkt. Da der Beschuldigte sich nicht mehr unter seiner Meldeadresse in Krefeld aufhielt, stand zu befürchten, dass sich dieser ins Ausland abgesetzt hat. Am vergangenen Montag meldete er sich allerdings bei der Polizei in Essen, nachdem er erfahren hatte, dass nach ihm gefahndet wurde. Er wurde daraufhin festgenommen und dem Amtsgericht Essen vorgeführt. Dort befindet er sich nunmehr in einer Justizvollzugsanstalt. Am 1. Oktober 2023 raste der Inhaftierte mit ca. 120 km/h und einem Blutalkoholgehalt von 1,86 Promille über die Göttinger Bürgerstraße. In einer leichten Rechtskurve geriet er dabei auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Audi. Der Führer des Audis, ein 31-jähriger Mann aus Göttingen, verstarb trotz unmittelbarer Rettungsmaßnahmen in der Universitätsklinik Göttingen. Ein weiterer Autofahrer, der in einem Skoda unterwegs war, wurde leicht verletzt. Der Audi wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen sein Fahrzeug geschleudert. Dem Inhaftierten wird ein verbotenes Autorennen mit Todesfolge zur Last gelegt, Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässige Tötung sowie fahrlässige Körperverletzung.