Bundestag verurteilt Störungen beim Vortrag von Mareike Wulf in Göttingen
Der Bundestag hat die Störungen an der Universität Göttingen verurteilt, durch die Demonstranten den Vortrag der CDU-Abgeordneten Mareike Wulf zum Selbstbestimmungsgesetz verhinderten. Trotz der Einigkeit über die Unzulässigkeit der Vorfälle entbrannte eine heftige Debatte zwischen Koalition und Opposition. Nadine Schön (CDU) warf der Koalition vor, sich angesichts der Störungen „schweigend wegzuducken“, während ihre Kollegin mundtot gemacht worden sei. Marlene Schönberger von den Grünen hielt dagegen, die Union trage selbst zur hitzigen Debatte bei, indem sie das Thema Selbstbestimmung oft verächtlich mache. Das Selbstbestimmungsgesetz, das Erleichterungen für trans-, intergeschlechtliche und non-binäre Menschen vorsieht, war der Auslöser für die Tumulte. Demonstranten machten so viel Lärm, dass Wulf ihren Vortrag abbrechen und den Hörsaal unter Polizeischutz verlassen musste.