Geschrieben von Benita Heukamp
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Die Göttinger Historikerin Petra Terhoeven wird zum 1. Oktober neue Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Rom (DHI). Das gab die Max-Weber-Stiftung in einer Mitteilung bekannt. Damit tritt Terhoeven die Nachfolge von Martin Baumeister an, der nach zwölf Jahren in den Ruhestand geht. Terhoeven studierte neben Geschichte noch Germanistik und Italienisch und lebte von 1998 bis 2001 für ihre Forschung in Rom. Im Jahr 2004 wurde sie als Juniorprofessorin an die Georg-August-Universität berufen, seit 2012 ist sie hier Professorin für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf dem italienischen Faschismus und den Auswirkungen von Terrorismus auf die von ihm betroffenen Gesellschaften. Terhoeven tritt die neue Stelle für fünf Jahre an. In dieser Zeit wird sie von ihren Verpflichtungen an der Universität Göttingen beurlaubt. Ihre Vertretung übernimmt Benjamin Möckel. Das DHI ist eine Einrichtung der Max-Weber-Stiftung und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Geforscht wird dort interdisziplinär und epochenübergreifend zur italienischen Geschichte und Musikgeschichte, ebenso wie zu den deutsch-italienischen Beziehungen seit dem frühen Mittelalter.