Was darf Medizin? Akademie für Ethik und Medizin zeichnet zwei Autorinnen für ihre Arbeiten zu aktuellen medizinethischen Themen aus
Stefanie Weigold und Christin Hempeler wurden mit dem Nachwuchspreis 2024 der Akademie für Ethik und Medizin durch die Universitätsmedizin Göttingen ausgezeichnet. Die beiden Autorinnen beschäftigen sich in ihren jeweiligen Beiträgen mit aktuellen und relevanten medizinethischen Themen zur Organspende und Reproduktionstechnologie. Hempeler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin an der Ruhr-Universität in Bochum. Sie thematisiert in ihrem Aufsatz die Kommerzialisierung von Nierenspenden. Dabei geht sie der Frage nach, inwiefern dadurch Druck zum Spenden auf die ärmere Bevölkerung ausgeübt wird. Weigold ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Medizinethik am Institut für Experimentelle Medizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel tätig. Sie befasst sich mit sogenannten „Biobags“ und deren Auswirkungen auf die Rechte von Schwangeren, insbesondere in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche. Bei Biobags handelt es sich um künstliche Gebärmütter, in denen sich ungeborene Föten auch außerhalb des Mutterleibs entwickeln können. Weigold zeigt in ihrem Beitrag die Gefahr auf, dass diese Option als Alternative zu Schwangerschaftsabbrüchen gesehen werden könne. Das Preisgeld von 2.500 Euro teilen sich die beiden Ausgezeichneten.