Geschrieben von Benita Heukamp
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Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des Göttinger Instituts für Soziologie der Universität treten ab Freitag in einen „Betreuungsstreik“. Es ist der erste Streik dieser Art im deutschen Hochschulsektor. Die Beschäftigten haben angekündigt, die Betreuung von Abschlussarbeiten einzustellen, sofern ihren Forderungen nicht nachgekommen wird. So soll der Druck auf das Präsidium der Universität erhöht werden, eine langfristige Entfristungsstrategie zu entwickeln. Das teilte die Protestgruppe „Uni Göttingen Unbefristet“ mit. Die Beschäftigten fordern insbesondere eine konkrete Entfristung von Stellen, die Daueraufgaben übernehmen. Bislang sind um die 80 Prozent der wissenschaftlichen Beschäftigten nur befristet eingestellt. Für die Arbeitnehmer gehe dies mit fehlender Sicherheit, höherer Abhängigkeit von Vorgesetzten, ständigem Konkurrenzdruck sowie der Unmöglichkeit einer langfristigen Lebensplanung einher, so die Gruppe in einer Mitteilung. Bisherige Versuche, etwa mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen oder einer Petition auf die Problematik aufmerksam zu machen, seien bisher unbeantwortet geblieben.