Geschrieben von Nikita Makarov
Datum:
Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Uni Göttingen hat Indizien dafür gesammelt, dass Kannibalismus in frühen menschlichen Gesellschaften verbreitet gewesen sein soll. Das teilte die Uni Göttingen mit. Die Forschenden haben in 36 Fällen an menschlichen Überresten aus der Maszycka-Höhle in Polen Spuren gefunden, die darauf hindeuten, dass die Körper der Menschen nach dem Tod zerlegt worden seien. Die Überreste wiesen dabei Schnittspuren an den Schädeln auf, dazu waren lange Knochen häufig zerschlagen, was darauf hindeutet, dass das Knochenmark weitergenutzt wurde. In der polnischen Höhle wurden bereits in den 1960er Jahren Knochen gefunden, die Wohl mindestens 18.000 Jahre alt sind. Zugeordnet werden können die Knochen einer Zivilisation, die auch in Frankreich im sogenannten Magdalénien gelebt haben soll. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Forschung in der Fachzeitschrift Scientific Reports.