Geschrieben von Benita Heukamp
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Um die Gedächtnisleistung im Alter zu verbessern, wirkt die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) an der Untersuchung einer neuen Behandlungsmethode mit. In der Studie werden gezielte Gehirnstimulationen mit einer auf virtueller Realität basierenden Technologie verknüpft. Das teilte die UMG mit. Konkret wird die transkranielle elektrische Stimulation angewandt, also eine Stimulation mit schwachen elektrischen Strömen, die durch den Schädel und die Kopfhaut geleitet werden. Währenddessen absolvieren die Teilnehmenden mit einer VR-Brille ein kognitives Training. In einer vorherige Studie, in der das kognitive Training am Computer oder Tablet durchgeführt worden ist, wären bereits gute Erfolge erzielt worden, so Prof. Dr. Andrea Antal von der Klinik für Neurologie an der UMG. Nun virtuelle Realität in die Studie einzubinden biete den Vorteil, die kognitiven Leistungen der Teilnehmenden in simulierten Alltagssituationen trainieren zu können. Auch könne das Training in Echtzeit an die individuelle kognitive Belastung angepasst werden. Die neue Methodik soll nun an der UMG auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Das NeuroVR-Plus-Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung über drei Jahre mit 800.000 Euro gefördert.