Neue Linienführung sorgt für neue Probleme bei der Barrierearmut im Göttinger Nahverkehr
Die Stadt Göttingen ändert zusammen mit den GöVB die Linienführung der Linie 73. Dabei berücksichtigt sie die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung nur teilweise. Denn die Ausweich-Haltestellen sind nicht vollständig barrierefrei, weil taktile Linien für Menschen mit Sehbehinderung nicht überall vorhanden sind. Das bestätigte die Stadt auf StadtRadio-Nachfrage. Zugleich hebt sie hervor, dass der Einstieg für Menschen mit Rollstuhl an der Haltestelle „Alva-Myrdal-Weg“ möglich ist. Dies ist relevant, da dort der SC Hainberg seine Räume hat, die viele Menschen mit Einschränkungen nutzen. Der Verein selbst ist mit der geänderten Linienführung nicht zufrieden, da so nur eine 30-minütige-Taktung zum Vereinsheim bestehe. Dies erschwere die Anreise für Menschen mit Beeinträchtigung, da die Haltestelle ‚Von-Ossietzky-Straße‘ gestrichen worden ist. Diese war nicht barrierefrei, ein Ausstieg mit dem Rollstuhl sei aber möglich gewesen – sofern man aus der Stadt anreist. Das teilte der SC Hainberg gegenüber dem StadtRadio mit.