Geschrieben von Nico Mader
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Ab sofort leisten die Stadt und der Landkreis Göttingen einen neuen Beitrag zur Erinnerungskultur - durch das Onlineportal zur Geschichte von jüdischen Bürgern und Bürgerinnen in der Region. Abrufen können es Nutzer auf der Seite des Stadtarchivs. Das Onlineportal enthält die Lebensdaten von knapp 950 Juden aus der Region. Das Portal können Nutzer über eine Namenssuchfunktion wie über eine digitale Karte bedienen. Diese enthält blaue und lila Punkte. Das Prinzip dahinter erklärt Kristin Kalisch, die Leiterin des Stadtarchivs: "Die lila Punkte sind die letzten freiwilligen Wohnorte, während die blauen Punkte die letzten unfreiwilligen Wohnorte darstellen, zum Beispiel die Landesheil und -pflegeanstalt. Teilweise haben diese blauen Punkte einen Bezug zum Nationalsozialismus, etwa durch eine Unterbringung im Judenhaus." Finanziert hat das Online-Portal die Stadt Göttingen; bei neuen Erkenntnissen können die Mitarbeitenden es erweitern.