Sonntag: Gedenken an deportierte Jüdinnen und Juden aus Südniedersachsen
Am Sonntag wird in Göttingen an die ersten deportierten Jüdinnen und Juden aus Südniedersachsen erinnert. Die Stadt und der Landkreis Göttingen veranstalten gemeinsam mit jüdischen Verbänden und dem Wallstein-Verlag eine Gedenkveranstaltung. Diese beginnt um 16:00 Uhr in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz. Der Historiker Jörg Janßen wird über seine neuen Forschungsergebnisse sprechen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Deportationen aus der Region umfangreicher waren als bisher bekannt. Im September 1940 wurden nicht nur zwei Menschen, wie bisher belegt, sondern insgesamt 12 Personen im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms aus der Heil- und Pflegeanstalt am Rosdorfer Weg deportiert und ermordet. Neben der Vorstellung neuer Forschungsergebnisse werden Lebensgeschichten der Deportierten von Schauspieler*innen gelesen. Präsentiert werden außerdem die erweiterte Neuauflage des Jüdischen Gedenkbuchs und eine zentrale Personendatenbank der NS-Opfer aus Göttingen.