Geschrieben von Jeanine Rudat
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Wo das im Trinkwasser von Ludolfshausen und Lichtenhagen gefundene Bentazon, ein Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln, herkommt ist nach wie vor unklar. Vor einem Jahr wurde es bei einer Routinekontrolle festgestellt. Der Wasserverband Leine-Süd hat jetzt bekannt gegeben, dass derzeit Kleinbohrungen im Bereich der alten Klärgrube durchgeführt werden. Zeitgleich hätten zur weiteren Fundaufklärung Planungen für eine Trinkwasseraufbereitungsanlage mit einem Aktivkohlefilter begonnen. Diese müsse bis zum März einsatzbereit sein, wenn der Grenzwert der Trinkwasserverordnung auch über den 16. März hinaus nicht eingehalten wird. Bis dahin gilt eine Ausnahmegenehmigung des Gesundheitsamtes. Seit Juni 2015 liegen die Wasserproben der Ortschaften, die wöchentlich durchgeführt werden, zwischen 0,2 und 0,08 Mikrogramm je Liter. Der in der Trinkwasserverordnung festgelegte Grenzwert liegt bei 0,1 Mikrogramm pro Liter. Anwohner müssten sich aber keine Sorgen machen. Sie könnten das derzeitige Trinkwasser weiter nutzen, so der Wasserverband. Der festgestellte Anteil an Bentazon sei nicht gesundheitsgefährdend. Dieses sei vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt bestätigt worden. Der Brunnen Ludolfshausen versorgt 210 Einwohner in Ludolfshausen und Lichtenhagen mit Trinkwasser. Für Fragen steht Andreas Lamer vom Wasserverband Leine-Süd zur Verfügung: 05504/93776-55; Fax: 05504/93776-56, E-Mail: lamer@ws-ls.de, Lehmkuhlenweg 6, 37133 Klein Schneen.