Duderstadt: "Freundeskreis" demonstriert am Westertor - 200 Gegner am Rathaus
Etwa 100 Vertreter des „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ haben sich gestern erneut zu einer Kundgebung vor dem Westertrum in Duderstadt getroffen. Zur gleichen Zeit versammelte sich die doppelte Menge zu einer Gegendemonstration vor dem Duderstädter Rathaus. Dort sprach unter anderem der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel. Er mahnte in seinem Redebeitrag eine ganzheitliche Sicht auf Kriege, Krisen und Vertreibung an. Aufgerufen zur Gegendemo hatte unter anderem das neu gegründete Bündnis "Duderstadt bleibt bunt statt braun". Auch die Grüne Jugend Göttingen hatte sich daran beteiligt. Die Jungpolitiker hatten den „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ im Vorfeld indirekt für rechtsradikale Farbschmierereien an einer zukünftigen Flüchtlingsunterkunft in Westerode verantwortlich gemacht. „Die rechten Kundgebungen in Duderstadt bewirken eine Stärkung der lokalen Neonaziszene. Dass dem früher oder später Taten folgen würden, war abzusehen“, so die Grüne Jugend in einer Mitteilung. Der Protest gegen Neonazis und "besorgte Bürger" sei daher wichtiger denn je.