Göttingen: NASA-Raumsonde Dawn erreicht ihre niedrigste Umlaufbahn um Ceres
Die NASA-Raumsonde Dawn, die im März 2015 den Zwergplaneten Ceres erreicht hat, ist nun in ihrer niedrigsten Umlaufbahn angekommen. Das hat das Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung heute bekannt gegeben. Seit Dezember 2015 umkreist die Sonde den größten Himmelskörper des zwischen Mars und Jupiter gelegenen Asteroidengürtels in einer Höhe von nur 385 km. „Viele der Oberflächendetails, die wir seit der Ankunft von Dawn bei Ceres kennen, können wir jetzt mit wesentlich höherer Genauigkeit untersuchen”, berichtet der Leiter des Dawn-Kamera-Teams vom MPI-MPS, Andreas Nathues. Mit 35 Metern pro Pixel würden die Bilder eine überraschende Vielfalt an Kraterlandschaften zeigen. Aus der Beschaffenheit der Einschlagkrater lässt sich die Zusammensetzung der oberflächennahen Schichten von Ceres bestimmen. Die Ergebnisse bestätigen frühere Befunde, dass sich in nur geringer Tiefe unter der überwiegend aus Gestein bestehenden Oberfläche hart gefrorenes Wassereis befinden muss. 2007 startete die Raumsonde Dawn ihre Reise Richtung Ceres.