Diskussion um eine Pipeline zur Oberweser geht in die nächste Runde
Die Diskussion um eine Pipeline zur Oberweser geht in die nächste Runde. Der Göttinger Bundestagsabgeordnete der Grünen, Jürgen Trittin, kritisiert die Entscheidung des Regierungspräsidiums Kassel. Seit vergangenem Montag hat die hessische Behörde ein sogenanntes Raumordnungsverfahren eingeleitet. Aus Sicht der Grünen verstößt das Verfahren gegen die gegenwärtigen Verhandlungen der Weseranainerländer. Denn die hessischen Pläne sehen eine vier bis fünf Mal größere Anlage vor. „Hessen entsorgt sich zu Lasten von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen“, beklagt Trittin. „Was wir brauchen sind keine Schein-, sondern an den Ursachen ansetzende Lösungen, die zu einer dauerhaften Verbesserung der Situation beider Flüsse, sowie des Grundwassers führen.“ Die Firma K+S, die Kali in Hessen und Thüringen abbaut, belastet die Werra und Weser mit Salzlasten aus dem Kaliabbau. Die Pipeline würde das salzhaltige Wasser in die Weser bringen.