Max-Planck-Institut: Göttinger Wissenschaftler erforschen Vielfalt der Asylsuchenden
Das Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften will ab Februar die Vielfalt der ankommenden Asylsuchenden erforschen. „Viel zu häufig wird über Asylsuchende ausschließlich in Bezug auf ihre Nationalität oder ihre Religion diskutiert ohne eine klare Vorstellung davon, ob und wie diese und andere Charakteristika in Deutschland eine Rolle spielen“, so der Leiter der Studie Steven Vertovec. Das neue Forschungsprojekt soll zum Beispiel Aufschluss über die Bedürfnisse, Erwartungen und Hoffnungen der Neuankömmlinge geben. Die nötigen Daten wollen die Wissenschaftler in den Flüchtlingsunterkünften in Südniedersachsen sammeln. Ingesamt fünf Mitarbeiter sind an der einjährigen Studie beteiligt. Einige Flüchtlinge sollen als Praktikanten in das Forschungsprojekt involviert werden. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben von der VolkswagenStiftung.