Geschrieben von Frank Dullweber
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Die Göttinger Europaabgeordnete Sabine Lösing hat sich in der Diskussion um das besetzte DGB-Haus in der Oberen-Masch-Straße in einem Offenen Brief an die DGB-Regionsvorsitzenden Lothar Hanisch und Hartmut Tölle gewandt. Darin fordert sie die Gewerkschafter auf, ihren Einfluss zu nutzen, um die Arbeit der Besetzer zu erhalten und realistische Rahmenbedingungen für diese Art der Flüchtlingshilfe zu schaffen. In dem Haus werde direkte Hilfe im selbstbestimmten Kontext angeboten und eine für Göttingen einzigartige Kultur der Solidarität entwickelt, so Lösing. Sie verspricht sich besonders auch durch den Standort des Objektes eine Strahlkraft für Göttingen. Die Europaabgeordnete hatte das Haus vor etwa zwei Wochen persönlich besucht. Aktuell wohnen im so genannten „Our House“ sechs Flüchtlinge. Die Ehrenamtlichen engagieren sich zudem für Flüchtlinge, die am Göttinger Bahnhof stranden, bieten Sprachkurse an oder organisieren Vernetzungstreffen. Der DGB möchte sein Haus renovieren und dort sozialen, bezahlbaren Wohnraum für Studierende und Auszubildende schaffen. Eine Nutzung als Flüchtlingsunterkunft hätte man der Stadt schon vor einiger Zeit angeboten, so Tölle, was diese aber abgelehnt hätte.