Geschrieben von Frank Dullweber
Datum:
Göttingens Kultur- und Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck gibt ihr Amt nicht, wie zuvor von der Stadt Göttingen bekannt gegeben, aus persönlichen Gründen auf. Das behauptet die Göttinger CDU/FDP-Ratsgruppe in einer Pressemitteilung. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler habe die Fraktionen auf Nachfrage darüber informiert, dass Schlapeit-Beck für eine Fortsetzung ihrer Tätigkeit zur Verfügung stehe, er sie jedoch nicht erneut vorschlagen werde. Die Ratsgruppe lobt die Offenheit des Oberbürgermeisters gegenüber den Parteien, wundert sich jedoch über die Entscheidung. Kritik gibt es auch für den Umgang mit der Öffentlichkeit. „Schlimm ist, dass die Öffentlichkeit über die wahren Sachverhalte offensichtlich getäuscht werden sollte - so werden negative Vorurteile über Politik geschürt und bestätigt“, erklärt Hans-Georg Scherer, Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe. Auch die finanzielle Seite sieht die Ratsgruppe kritisch. Durch die Neubesetzung und das anfallende Ruhegehalt für Schlapheit-Beck würden doppelte Kosten anfallen. "Bei vielen Haushaltsdiskussionen streiten wir uns über kleine vierstellige Summen, bei manchen Personalentscheidungen scheinen dagegen die finanziellen Konsequenzen nur eine ganz untergeordnete Rolle zu spielen“, so Scherer.