27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie beginnt heute an Uni Göttingen
An der Universität Göttingen findet ab heute bis Samstag die 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie statt. Rund 350 Teilnehmer tauschen sich unter anderem über neue Erkenntnisse zur Bekämpfung von Malaria und Bandwürmern aus. Wie sich blutsaugende Insekten und durch sie übertragene Krankheitserreger innerhalb weniger Monate in eine Gefahr für Leib und Leben verwandeln können, zeige aktuell das Zika-Virus, das früher von den meisten Befallenen kaum bemerkt wurde, so die Wissenschaftler. Dabei seien viele Fragen noch ungeklärt über den von Stechmücken übertragenen Erreger, der bei ungeborenen Kindern in Südamerika schwere Fehlbildungen des Kopfes verursachen soll. Er sei das aktuellste Beispiel dafür, was Viren, Bakterien und Parasiten für Menschen, Tiere und Pflanzen bedeuten können. Ein weiterer Fokus der Tagung liegt auf der Immunologie, Zellbiologie und molekularer Genetik von Parasiten, zentrales Thema: die Medikamentenentwicklung. Die Deutsche Gesellschaft für Parasitologie vereinigt Forscher aus der Zoologie und Botanik, der Medizin - insbesondere der Tropenmedizin -, der Veterinärmedizin, der Mikrobiologie und Hygiene sowie Wissenschaftler, die im Pflanzenschutz und in der Schädlingsbekämpfung arbeiten.