Geschrieben von Mathilde Lemesle
Datum:
Die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz hat heute die Fachtagung „Opferorientierung im Justizvollzug“ in der Paulinerkirche in Göttingen eröffnet. Zwei Tage lang treffen sich 100 Experten aus Wissenschaft und Praxis des Justizvollzuges. Thema der Tagung ist die Opferorientierung. Dies bedeutet, dem Täter die Verantwortung für die Folgen seiner Tat zu verdeutlichen und ihm die Gelegenheit zu geben, für die Schäden und das verursachte Leid einzustehen und sie im Rahmen des Möglichen wieder gut zu machen. „Die Wahrnehmung der Bedürfnisse von Tatopfern beginnt mit einem Blick auf das, was an Verletzung geschehen ist und wofür es eines Ausgleichs bedarf“, sagte die Ministerin. „Die Verbindung zwischen dem Leiden der Opfer und der Verantwortung der Täter ist für mich Veranlassung, die Perspektive der Opfer zu einem zentralen Thema des Justizvollzuges zu machen“, so Niewisch-Lennartz weiter. Die Tagung soll mit Vorträgen und Workshops die Möglichkeiten und Grenzen der Opferorientierung im Justizvollzug erörtern. Die Tagung ist ein Kooperationsprojekt des Niedersächsischen Justizministeriums, des Bildungsinstitutes des niedersächsischen Justizvollzuges mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) und dem Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen.