Geschrieben von Frank Dullweber
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Das Sozialgericht Hildesheim führt ab heute auch Gerichtstage in Göttingen durch. Genutzt werden dafür Räume des Göttinger Amtsgerichts. Möglich sind am neuen Standort mündliche Verhandlungen und so genannte Termine zur Erörterung der Sach- und Rechtslage. Außerdem können dort ab sofort auch Klagen, Berufungen, Beschwerden, Anträge auf einstweiligen Rechtsschutz und sonstige Erklärungen abgegeben werden. Die Rechtsantragstelle in den Räumen des Amtsgerichts Göttingen ist in Zukunft jeden Mittwoch von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. Mit den Gerichtstagen in Göttingen rücke das Sozialgericht Hildesheim näher an die Menschen im südlichen Teil des Gerichtsbezirks heran, so die Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz. Auch die Göttinger Grünen begrüßen die neue Regelung. „Wir haben für das Sozialgericht eine Außenstelle in Göttingen gefordert, herausgekommen ist ein wöchentlicher Gerichtstag. Das ist ein guter Kompromiss bei dem uns das Land deutlich entgegen kommt“, erklärt der Göttinger Fraktionsvorsitzende Rolf Becker. Die Kooperation zwischen den Gerichten soll zunächst bis ins Jahr 2017 erprobt werden. Das Sozialgericht in Hildesheim ist für die Städte Hildesheim und Göttingen sowie für die Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode, Hildesheim und Holzminden zuständig. Etwa die Hälfte der am Sozialgericht Hildesheim anhängigen Verfahren hat ihren Ursprung in der Stadt Göttingen und den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode.