Brandanschlag auf Verbindungshaus: OB Köhler findet klare Worte gegen politische Gewalt
Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat sich mit klaren Worten gegen politische Gewalt in Göttingen ausgesprochen. „Gewalttätigkeit auch in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung kann und wird unsere Stadt nicht dulden“, so Köhler. Er bezieht sich damit unter anderem auf den Brandanschlag auf das Haus einer Burschenschaft in der Bürgerstraße, aber ebenso auf andere Vorfälle, bei denen Burschenschaftler und Verbindungsstudenten tätlich angegriffen wurden. Göttingen sei stolz darauf, eine Stadt zu sein, die keine Bevölkerungsgruppe ausgrenze. Auch wenn man Selbstverständnis, Lebensweise oder politische Auffassungen von Burschenschaftlern nicht teile, könne das keine Rechtfertigung dafür sein, ihnen mit Gewalt zu begegnen, erklärt Köhler. Göttingen habe sich in den vergangenen Monaten als besonders hilfsbereite Stadt bei der Aufnahme von Geflüchteten erwiesen, die vor Gewalt und Terror in ihrer Heimat geflohen seien. Mit der gleichen Entschlossenheit müsse man auch gegen jede Form hausgemachter Gewalt vorgehen, so der Oberbürgermeister weiter. Vor einer Woche hatten Unbekannte den Schuppen der Verbindung „Corps Hannovera“ angezündet. Aufgrund zurückgelassener Parolen und dem Objekt an sich geht die Polizei von Tätern aus der linken Szene aus. Immer wieder war es in der nahen Vergangenheit zu Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern von Studentenverbindungen und Mitgliedern der linken Szene gekommen.