Göttinger Studierende fordern Verlängerung des befristeten Vertrags von Prof. Samuel Salzborn
Der Fachschaftsrat der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen fordert in einem offenen Brief an das Präsidium die Verlängerung des befristeten Vertrags von Prof. Samuel Salzborn. Das Präsidium hatte trotz eines einstimmigen Votums des Rats für den Verbleib von Salzborn beschlossen, seine Stelle nicht zu erhalten. Der Fachschaftsrat betont, dass er eine tragende Säule im Bachelor Sozialwissenschaften und ein bei den Studierenden ein beliebter Dozent sei. Außerdem sei die Beendigung der Anstellung eines renommierten Antisemitismus- und Rechtsextremismus-Forscher ein falsches politisches Signal. Das Präsidium teilte mit, dass es sich generell nicht zu Personalfragen äußere. Es wies aber darauf hin, dass die Professur nicht gestrichen, sondern mit Mitteln des Hochschulpakts 2020 neu ausgeschrieben wird. Des Weiteren werde auf Anfrage des Landes hin ein Antrag auf Einrichtung einer wissenschaftlichen Dokumentationsstelle zur Analyse und Bewertung von Demokratiefeindlichkeit und politisch motivierter Gewalt in Niedersachsen gestellt. Eine Schwächung der Sozialwissenschaften in Göttingen sei keinesfalls beabsichtigt.