Geschrieben von Dominic Steneberg
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Heute hat vor dem Landgericht Göttingen der Prozess gegen einen 29-jährigen Mann wegen versuchten Mordes begonnen. Er soll im November vergangenen Jahres einen fast zehn Kilogramm schweren Stein aus 3,5 Metern auf ein Auto geworfen haben, indem er seine Ex-Freundin vermutete. Im Morgengrauen verwechselte er sie jedoch mit der Beifahrerin des Wagens und so schlug der Stein nur unwesentlich neben der Arbeitskollegin seiner Ex-Freundin im Fahrzeug ein. Die Staatsanwaltschaft hob heute die niederen Beweggründe, Eifersucht und Heimtücke, hervor. In der Anklageschrift werden dem Angeklagten fast 20 weitere Straftaten vorgeworfen. Darunter Freiheitsberaubung, Nötigung und Körperverletzung, allesamt zum Nachteil seiner Ex-Freundin. Da der Angeklagte am ersten Prozesstag die Aussage verweigerte, kam es nur zur Vernehmung des mutmaßlichen Opfers. Seine Ex-Freundin schilderte den Tathergang, konnte aufgrund der Dunkelheit aber keine genauen Angaben zum Täter machen. Wegen des außerordentlich großen Umfangs der Taten wurde die Vernehmung des Opfers nach zwei Stunden unterbrochen und soll am nächsten Prozesstag Mitte Mai fortgeführt werden. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.