Geschrieben von Jonas Rietschel
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Das Landgericht Göttingen hat heute im Prozess um den Mord an einer chinesischen Studentin erneut den ehemaligen Freund des Opfers und der Angeklagten als Zeugen vernommen. Dabei handelte es sich größtenteils um Detailfragen, die sich auf Aussagen des letzten Verhandlungstages bezogen. Kurz nach Beginn der Sitzung musste eine unplanmäßige Pause eingelegt werden, da sich die Angeklagte nach Angaben ihres Anwalts nicht besonders gut fühle. Im Verlauf des Prozesstages schwieg sie weiterhin zu den Vorwürfen. Die Verteidigung gab zudem an, dass die Angeklagte für keinerlei Untersuchungen zur weiteren Informationsgewinnung zur Verfügung stünde. Ungeklärt bleibt weiterhin die Herkunft einer Zigarette, die am Tatort gefunden worden war. Weder bei dem Opfer, noch bei ihrem Freund oder der Angeklagten handelt es sich um Raucher. Der Prozess wird am 13. Mai fortgesetzt. Bis dahin soll über Gespräche mit dem Rechtsanwalt festgestellt werden, ob die Familienangehörigen der Angeklagten bereit sind, Angaben zu deren sozialem Umfeld zu machen.