Geschrieben von Frank Dullweber
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Die Gewerkschaft ver.di will die geplante Schließung der DAK-Regionalstelle in Göttingen verhindern. Dafür haben die ver.di-Verantwortlichen gestern 100 Unterschriften der Beschäftigten an Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler übergeben. Die geplante Schließung gefährde bis zu 100 qualifizierte Arbeitsplätze in Göttingen, schätzt Bettina Unger, ver.di-Vertrauensfrau bei der DAK. Außerdem würde ein Ausbildungsbetrieb verloren gehen. „Das ist für die Betroffenen genauso schlimm wie eine Kündigung. Nur, dass der Arbeitgeber auch noch die Abfindung spart“, erklärt ver.di-Sekretär Michael Aschenbach. Man könne zwar die schwierige Lage der DAK aufgrund der Krankenkassenkonkurrenz verstehen, erwarte jedoch ein Gesamtkonzept, um auf die Lage in der Branche zu reagieren. Von Oberbürgermeister Köhler erhofft sich die Gewerkschaft Rückenwind. Man werde den Druck auf die DAK erhöhen bis der Versicherungsträger vom Konzept des „Personalabbaus durch die Hintertür“ Abstand nehme, kündigte ver.di an. Die Krankenkasse hatte die Beschäftigten Ende Februar über die geplante Schließung des Standortes informiert. Ein genaues Datum hat die DAK noch nicht bekannt gegeben.