Geschrieben von Mathilde Lemesle
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Die Stadt Göttingen hat Informationen über den Umzug der Flüchtlinge aus der Unterkunft in der Großen Breite bekannt gegeben. Demnach werden die Bewohner am 7. Juni vorübergehend ausziehen. Grund ist ein Kakerlakenbefall in der Unterkunft, der nun großflächig bekämpft wird. Auch die Firma DHL, die im Gebäude untergebracht ist, muss umziehen. Kakerlaken sind seit November immer wieder gesichtet worden, die bisherigen Bekämpfungsversuche sind allerdings gescheitert. Stadtrat Siegfried Lieske, der Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler vertrat, äußerte sich auch zu dem Vorwurf, nicht früh genug gehandelt zu haben. "Wir haben gehandelt. Wir haben sehr früh gehandelt und haben unsere Versuche gemacht. Wir haben im Übrigen darüber hinaus sehr viel früher handeln wollen, aber haben es nicht so wirklich können, weil man uns, ich sage mal, durch friedliche Prozesse davon abgehalten hat.“ Die Flüchtlinge werden während der achtwöchigen Aktion in der Unterkunft im Anna-Vandenhoeck-Ring untergebracht. Ab 8. August können sie wieder in die Große Breite zurückkehren. Nach Angaben der Stadt haben sich allerdings schon 20 Flüchtlinge dafür entschieden, dauerhaft in der Unterkunft auf der Siekhöhe bleiben zu wollen. Grund seien ihre gute Erfahrungen mit dem Deutschen Roten Kreuz, das die Unterkunft auf den Zietenterassen betrieben hatte und auch für die Siekhöhe zuständig ist.