Mord an chinesischer Studentin: Blut des Opfers an Portmonee der Angeklagten nachgewiesen
Vor dem Landgericht Göttingen wurde heute der fünfte Verhandlungstag im Mordprozess um die chinesische Studentin abgeschlossen. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Vernehmung einer Biologin des Landeskriminalamts. Aus dem von ihr erstellten Gutachten geht hervor, dass geringe Mengen von Blut des Opfers am Portmonee der Angeklagten nachgewiesen werden konnten. Mit einer Analyse der Blutspuren am Tatort konnte der Tatablauf mit hoher Wahrscheinlichkeit rekonstruiert werden. Unklar bleibt jedoch weiterhin der Ursprung des am Tatort gefundenen Zigarettenstummels. Auf diesem konnten lediglich die DNA-Spuren der Ermordeten und eines bislang noch unbekannten Mannes nachgewiesen werden. Auch mehrere Zeugen aus dem gemeinsamen Freundeskreis der Angeklagten und der Ermordeten wurden während des Verhandlungstages verhört. Durch die neuen Aussagen geht unter anderem hervor, dass sich die Angeklagte und das Opfer vorher bereits zweimal zu einer Aussprache getroffen hatten. Außerdem soll der Ex-Freund die Angeklagte während der Beziehung mehrmals geschlagen haben. Der Mann hatte die mutmaßliche Täterin später für eine Beziehung mit der Ermordeten verlassen. Die Verhandlung soll am 9. Juni fortgesetzt werden.