Gelungene Integration von Geflüchteten: Bundesarbeitsministerin lobt Göttinger Sartorius-Werke
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat den Sartorius-Werken in Göttingen heute einen Besuch abgestattet, um sich über die Integration von Geflüchteten in das Unternehmen zu informieren. Die SPD-Politikerin interessierte sich vor allem für die Probleme, die es noch zu bewältigen gilt. Das mit Abstand größte Problem, stellt laut Sartorius die sprachliche Barriere da. Zwar kümmere sich das Unternehmen selbst um Sprachkurse für die Geflüchteten, ein noch stärkeres finanzielles Engagement vom Staat sei aber auch für die Integration auf Bundesebene dringend notwendig, so die Verantwortlichen. Dass die Migranten nur sehr selten Qualifikationsnachweise haben, die auch in Deutschland anerkannt sind, sei kein Problem. Man müsse halt einfach gemeinsam schauen, für was die einzelnen Personen geeignet sind. Nahles zeigte sich erfeut über die Offenheit des Unternehmens. "Ich bin sehr froh, dass sich Sartorius von Anfang an geöffnet hat und Flüchtlingen eine Chance gibt. Dass das Projekt so gut funktioniert, liegt an der Bereitschaft von Sartorius Geld in die Hand zu nehmen, an der Begleitung durch Bundesprogramme und nicht zuletzt der Kommune Göttingen, die hier ebenfalls ihren Anteil hat. Als Arbeits- und Sozialministerin, kann ich mir nur wünschen, dass es bald mehr Firmen gibt, die das so machen." Sartorius beschäftigt derzeit 13 Migranten, die nach einem dreimonatigen Praktikum direkt weiterbeschäftigt werden konnten. Das Unternehmen hat es sich als Ziel gesetzt, Zuwanderer vermehrt in wichtige Positionen zu integrieren, um damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Bundesarbeitsministerin Nahles im Gespräch mit einem Sartorius-Mitarbeiter (Foto: Ehmer)