Geschrieben von Dominic Steneberg
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Vor dem Landgericht Göttingen wurde heute der Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen 29-Jährigen fortgesetzt. Der Göttinger soll im November 2015 in den frühen Morgenstunden versucht haben, einen rund zehn Kilogramm schweren Stein auf seine Ex-Freundin zu werfen. Dabei verwechselte er aber die Mutter seines Sohnes mit der Beifahrerin, die der Stein nur knapp verfehlte. Am heutigen Verhandlungstag sagten vier Zeugen aus, darunter auch der Chef des Angeklagten. Dieser bestätigte, dass der Angeklagte am vermeintlichen Tattag erst später zur Arbeit erschien, als dies in der Regel der Fall sei. Kurz nach dem geplanten Arbeitsbeginn auf einer Hann. Mündener Baustelle rief der Chef bei dem Angeklagten an und fragte wo er sei. Dieser erwiderte, dass er gerade bei seiner Mutter auf einen Kaffee gewesen sei und sich jetzt auf der Autobahn befände. Als weitere Zeugin sagte eine Mitarbeiterin des städtischen Jugendamtes als Zeugin aus. Sie hatte im Vorfeld der Tat zwischen dem Angeklagten und seiner Ex-Freundin wegen Streitigkeiten rund um das Aufenthaltsrecht des gemeinsamen Sohnes vermittelt. Dabei sei ihr in den Tagen unmittelbar vor der Tat aufgefallen, dass der Angeklagte nervlich „am Ende“ zu sein schien. Der nächste Prozesstag wird am Mittwoch in einer Woche stattfinden. Dann wird es eine Ortsbegehung am Tatort geben. Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.