Gehälter nicht voll gezahlt: ver.di und Marburger Bund kritisieren Einbecker BürgerSpital
Die Gewerkschaft ver.di im Bezirk Südost-Niedersachsen und der niedersächsische Marburger Bund haben Vorwürfe gegen das Einbecker BürgerSpital (EBS) geäußert. Nach dem Ablauf eines befristeten Lohnverzichtsvertrags zwischen Krankenhaus und Arbeitnehmern, zahle es seinen Mitarbeitern nicht den vollen Lohn aus. Der Lohnverzicht von 8,5 % war tarifvertraglich geregelt und zum Ende April dieses Jahres abgelaufen. Das EBS sei nun wieder zur ordnungsgemäßen Zahlung der vollen Gehälter verpflichtet, verweigere diese aber, so der Marburger Bund. Grund für den Abschluss des Lohnsverzichtsvertrages war die schwierige wirtschaftliche Lage des EBS im vergangenen Jahr. Laut ver.di seien durch den Verzicht der Beschäftigten 3,6 Millionen Euro in die Sanierung des Spitals investiert worden. Der Weiterbestand des Krankenhauses werde nicht gefährdet durch dauerhaft tarifvertragsgemäße Gehälter der Beschäftigten, so ver.di-Gewerkschaftssekretärin Julia Niekamp. Das EBS erklärte, dass der Erhalt des Spitals in der Vergangenheit durch gemeinsames Engagement aller Beteiligten erreicht werden konnte. Zur weiteren Konsolidierung seien seitens der Geschäftsführung Maßnahmen eingeleitet worden, die auch die Fortführung des Lohnverzichts umfassen. Dabei sollen die Mitarbeiter an guter Unternehmensentwicklung durch Sonderzahlungen beteiligt werden. Gespräche zwischen den Tarifpartnern Marburger Bund, ver.di und EBS seien jedoch zuletzt nicht zustande gekommen. Das EBS arbeite an einer Klärung, so das Spital.