Geschrieben von Norma Jean Böger
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Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) haben als Teil einer unabhängigen Autorengruppe einen nationalen Bildungsbericht für 2016 veröffentlicht. Die Autoren sehen Herausforderungen in der Bildungs- und Ausbildungspolitik für Bund und Länder, darunter den Abbau der Chancenungleichheit im Zugang zur beruflichen Bildung für Jugendliche, die Aufwertung der an den Rand gedrängten unteren Bildungsabschlüsse und die regionalen Ungleichheiten in den Bildungschancen. Vor allem bei der Bildungsbeteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund und der Integration der Geflüchteten in Bildung und Ausbildung sehen die Forscher Probleme: Zwischen 33.000 und 44.000 Erzieher, Lehrkäfte und Sozialpädagogen würden nach einer der zwei vorgestellten Varianten der Modellrechnung allein für die 2015 zugewanderten Geflüchteten unter 25 Jahren gebraucht. Auch das Land Niedersachsen sehen sie in ihrer Studie herausgefordert. Der Präsident des SOFI Martin Baethge fasst zusammen, dass für die Herausforderung, in den kommenden Jahren einige Tausend asyl- und schutzsuchende Jugendliche beruflich integrieren zu müssen, in Niedersachsen erhebliche Anstrengungen zur Schaffung betrieblicher wie auch außer- und überbetrieblicher sowie schulischer Ausbildungsmöglichkeiten nötig sind.