Mehrere Demonstranten haben am Freitag die 40. Göttinger Ratssitzung gestürmt
Mehrere Demonstranten haben am Freitag die 40. Göttinger Ratssitzung gestürmt. Antifa Linke und Piraten wollten durch ihren Antrag „Entscheidung des Asylantrags/Aussetzung der Abschiebung“ erreichen, dass Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler einer für ein Jahr befristete Duldung zweier Roma-Familien aus Göttingen zustimmt. Als die CDU/FDP-Gruppe und die SPD den Antrag ablehnten, liefen mehrere Zuschauer in die Mitte des Ratsaals und warfen eine Toilettenbürste auf das Rednerpult. Die Sitzung musste für eine halbe Stunde unterbrochen werden. CDU, FDP und SPD begründeten ihre Antragsablehnung damit, dass die Gerichte bereits über die Abschiebung entschieden hätten. Die beiden Romafamilien leben seit 17 Jahren in Deutschland, 12 der 13 Kinder wurden hier geboren. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte bei den Familien mangelnde Integration festgestellt und die Beschwerde gegen die Abschiebung abgewiesen. Kurz vor der Abschiebung waren die Roma dann untergetaucht.