Geschrieben von Frank Dullweber
Datum:
Der Göttinger Kreisverband der überparteilichen Europa-Union bedauert den Wunsch der britischen Bevölkerung, aus der EU auszutreten. "Das knappe Ergebnis muss akzeptiert werden. Es muss jedoch von den 27 Mitgliedstaaten als Weckruf verstanden werden, dass ein 'Weiter so' in der EU nicht möglich ist", so der Vorsitzende der Kreisgruppe, Harm Adam. Er sieht den Brexit als Anlass für eine Reform der EU. Vor allem im Hinblick auf die Bürokratie, die Intransparenz und die Debatte über Europa und europäische Entscheidungen innerhalb der einzelnen Mitgliedstaaten. "Viel zu lange wurden die Erfolge der EU der nationalen Politik zugeschrieben und die Entscheidungen, die den Bürger eventuell ärgerten, nicht erklärt, sondern Europa zugeschrieben – ohne deutlich zu machen, dass die eigene nationale Regierung im Rat wesentlicher Teil der Entscheidung war", erklärt Adam. Der Göttinger Kreisverband der Europa Union fordert daher eine breite öffentliche Debatte über die Zukunft der EU. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Überwindung der Arbeitslosigkeit, die Energiewende, die Vermeidung einer Klima-Katastrophe und das Flüchtlings- und Terrorismusproblem könne man nur durch gemeinsames Handeln meistern.