Geschrieben von Frank Dullweber
Datum:
Der Deutsche Landkreistag hat sich erstmals seit knapp 70 Jahren wieder im Landkreis Göttingen getroffen. Der Spitzenverband kam gestern in Duderstadt zusammen. Auf der Tagungsordnung stand unter anderem die Finanzierung der Flüchtlingspolitik. In den nächsten drei Jahren werden Bund und Länder die flüchtlingsbedingten Unterkunftskosten übernehmen. Zusätzlich winkt den Landkreisen ab 2018 eine jährliche Finanzspritze von fünf Milliarden Euro. Von dem Geld werde Niedersachsen etwa 435 Millionen Euro erhalten, erklärt Göttingens Landrat und Vizepräsident des Deutschen Landkreistages, Bernhard Reuter. An den neuen Landkreis Göttingen einschließlich aller Städte und Gemeinden gehen voraussichtlich etwa 18 Millionen Euro. Verbesserungen wünschen sich die Vertreter der Landkreise auch bei der Versorgung von behinderten Menschen. Das aktuell diskutierte Bundesteilhabegesetz dürfe keine neuen Kosten entstehen lassen und müsse die Steuerungsmöglichkeiten der Landkreise als Leistungsträger stärken, fordert der Präsident des Landkreistages, Reinhard Sager. Der Deutsche Landkreistag ist der Zusammenschluss der knapp 300 deutschen Landkreise. Das Gremium vertritt die Mitglieder bei bundespolitischen Entscheidungen und Gesetzesregelungen.

(v. l.) DLT-Vizepräsident Landrat Bernhard Reuter, DLT-Präsident Landrat Reinhard Sager, DLT-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Günter Henneke sowie Prof. Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages. (Bild: Landkreis Göttingen)