Trittin kritisiert verlängerte Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat durch die EU-Kommission
Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin kritisiert die verlängerte Zulassung des Pflanzengifts Glyphosat durch die EU-Kommission. Die deutsche Regierung sei ein weiteres Mal damit durchgekommen, eine unpopuläre Entscheidung an die EU-Kommission abzuschieben, so der Grünen-Politiker. Seiner Meinung nach müsse Glyphosat vom Normal- zum Ausnahmefall werden. Trittin fordert die Bundesregierung auf, zum Schutz der Umwelt und der Bevölkerung ein Glyphosatverbot auszusprechen. Ähnlich sieht das das niedersächsische Umweltministerium. Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz bezeichnet die Verlängerung als „massiven Verstoß gegen das in Europa verankerte Vorsorgeprinzip im Umwelt- und Gesundheitsschutz“ und fordert Gutachten und Studien zu Glyphosat umgehend öffentlich zu machen. Das chemische Pflanzengift steht im Verdacht krebserregend zu sein. Durch die erneute Zulassung durch die EU dürfen die europäischen Landwirte und Unternehmen den Wirkstoff weitere 18 Monate nutzen.