Geschrieben von Jeanine Rudat
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Der Göttinger Historiker Ansgar Schanbacher hat für seine Doktorarbeit den Preis für niedersächsische Landesgeschichte erhalten. Der 34-Jährige ist Historiker und Übersetzer für Polnisch. Der Vorsitzende der Historischen Kommission würdigte die „lesenswerte und noch dazu lesbare Arbeit" mit dem Titel „Kartoffelkrankheit und Nahrungskrise in Nordwestdeutschland 1845-1849/61". Schanbacher rekonstruiert die Ereignisse für das Gebiet der heutigen Bundesländer Niedersachsen und Bremen. So behandelt er die Wahrnehmung durch die Zeitgenossen, die Reaktionen von Regierungen, Gemeinden und Betroffenen und den Umgang der Naturwissenschaft mit der Herausforderung einer unbekannten Krankheit. Voraussichtlich im August wird seine Arbeit in der Schriftenreihe der Historischen Kommission im Göttinger Wallstein Verlag erscheinen. Seit 2008 schreibt die Kommission den Preis alle zwei Jahre aus, um die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Landesgeschichte zu stärken und den auf diesem Gebiet arbeitenden wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Dotiert ist er mit 5.000 Euro.

Auf der Jahrestagung am 27. Mai in Lüneburg hat die Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen, Lavinia Francke, den Göttinger Historiker Ansgar Schanbacher mit dem Preis für niedersächsische Landesgeschichte ausgezeichnet. (Bild: Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen)