Geschrieben von Norma Jean Böger
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Durch die jüngste Stickoxid-Debatte sieht sich die Göttinger CDU/FDP-Ratsgruppe in ihrem Bemühen um Elektro-Busse im Linienverkehr bestätigt. Die Umweltbelastung könne mittelfristig auch ohne Fahreinschränkungen deutlich vermindert werden, so der Vorsitzende der Ratsgruppe sowie des Umweltausschusses Hans-Georg Scherer. Dafür müsste einerseits privat weiter ungezwungen von von Diesel-PKW auf Busse und E-Fahrräder umgestiegen und andererseits Elektro-Busse in den Göttinger Linienverkehr eingeführt werden. Scherer kritisiert, dass bislang nur dreizehn der neunzig Diesel-Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) der Euronorm 6 entsprächen. Auch hätten die GöVB in diesem Jahr entgegen dem Ratsantrag der CDU/FDP-Gruppe zum Stichtag für die staatliche Förderung im kommenden Jahr noch keinen einzigen Elektro-Bus angemeldet, sondern nur zwei Hybridbusse. Diese seien nur eine Zwischenlösung auf dem Weg zum reinen Elektrobetrieb. Ein generelles Fahrverbot für Dieselfahrzeuge befürwortet die CDU/FDP-Ratsgruppe allerdings nicht. Wegen Göttingens geringer Größe und der Verkehrsstruktur wäre dies nur eine Placebo-Lösung und bedürfe obendrein einer neuen gesetzlichen Grundlage.