Geschrieben von Alice Mierswa
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Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Göttingen (kurz DLR) erforschen erstmals laminare Flügelmodelle. Diese werden beim Abheben eines Flugzeugs durch gleichmäßigere Luftumströmungen getroffen und sind so geringerem Widerstand ausgesetzt. Je besser ein Flugzeugflügel "umströmt" werde, desto weniger Treibstoff verbrauche das Flugzeug und umso umweltverträglicher fliege es, so das DLR. Die Folgeeffekte seien so vielfältig wie ökonomisch wertvoll. Die Wissenschaftler erforschen deshalb, wie sich laminare Strömung auf die aeroelastische Stabilität eines beweglichen Flügelprofils auswirkt. Dazu untersuchen sie ein entsprechendes Flügelmodell im minus 173 Grad Celsius kalten kryogenen Windkanal in Köln. Das europäische Strategiepapier „Flightpath 2050“ sieht vor, dass die von Flugzeugen verursachten Kohlendioxid-Emissionen bis 2050 im Vergleich zum Jahr 2000 um 75 Prozent und die Stickoxid-Emissionen um 90 Prozent gesenkt werden.

Laminares Flügelprofil im kyrogenen Windkanal Köln. (Bild: DLR, CC-BY 3.0)

Mess-Sensoren auf dem Flügelprofil. (Bild: DLR, CC-BY 3.0)