Göttinger Forscher haben untersucht, wie das menschliche Gehirn Handbewegungen steuert
Forscher am Göttinger Deutschen Primatenzentrum haben in einer Studie untersucht, wie das menschliche Gehirn Handbewegungen steuert. Die Neurowissenschaftler Stefan Schaffelhofer und Hansjörg Scherberger fanden heraus, dass die drei Hirnareale AIP, F5 und M1, welche für die Planung und Ausführung von Handgriffen verantwortlich sind, verschiedene Aufgaben im Nervennetzwerk erfüllen. Das erste sei größtenteils für die Verarbeitung visueller Eigenschaften von Objekten zuständig, wie die Erkennung der Größe und Form. Diese Informationen werden im nächsten Areal weiter zu motorischen Befehlen verarbeitet. Die Durchführung der Handbewegung ist schließlich die Aufgabe des dritten Bereichs. Diese Erkenntnisse erlangten die Forscher in Studien mit zwei Rhesusaffen. Diese mussten wiederholt 50 verschiedene Objekte mit einem elektromagnetischen Datenhandschuh greifen, während gleichzeitig die neuronale Aktivität ihrer Gehirne gemessen wurde. Die Studie soll helfen, neuronale Handprothesen zu entwickeln. Mit ihnen könnten künftig gelähmte Patienten ihre Handbewegungen wiedererlangen.
Grifftypen (Bild: Stefan Schaffelhofer)
Gehirnareale (Bild: Stefan Schaffelhofer)
Primantenhand mit Sensor (Bild: Benjamin Lamplmair)
Stefan Schaffelhofer (Bild: Karin Tilch)
Neurobiologie (Bild: Thomas Steuer)
Prof. Dr. Hansjörg (Bild: Karin Tilch)