Universität Göttingen forscht in Verbundsprojekte über das Verhältnis von Religion und Recht
Die Universität Göttingen beteiligt sich an zwei Forschungsprojekten, die das Verhältnis von Religion und Recht untersuchen. Die Projekte finden im Rahmen eines europaweiten Verbunds statt. Die Göttinger Islamwissenschaftlerin Irene Schneider wird über die Scharia forschen. Dabei geht es um den Umgang heutiger muslimischer Staaten mit der Scharia der früheren Zeit, zwischen den Jahren 622 und 632. Wissenschaftler aus vier Ländern werden untersuchen, wie die Vergangenheit in gegenwärtigen juristischen Diskussionen genutzt wird, um unter anderem Gesetzgebungen zu rechtfertigen. Der Kirchenrechtler Hans Michael Heinig forscht in einem weiteren Projekt zu der Frage, inwiefern das Erbe der Reformation das Verständnis von Recht und Gesetzgebung in den nordischen Ländern beeinflusst hat. Die zwei Projekte werden von der Europäischen Union über das Netzwerk „Humanities in the European Research Area“ (HERA) gefördert.