Geschrieben von Mathilde Lemesle
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In Rosdorf forschen Archäologen über eine 7.000 Jahre alte Siedlung. Sie graben seit Anfang Juli das Gelände der ehemaligen Anne-Frank-Schule aus. Dabei wurden 64 Hausgrundrisse gefunden, darunter 52, die aus der Jungsteinzeit zwischen 5.500 und 4.900 v. Chr. stammen. Das ist die bisher größte Siedlung dieser Kultur, die in Niedersachsen untersucht wird. Die Archäologen fanden außerdem Keramikscherben, einen Mahlstein zum Mahlen von Getreide und einen Feuerstein zur Herstellung von Werkzeugen. Landrat Bernhard Reuter, der gestern die Ausgrabungen besuchte, sagte dazu: „Das war vermutlich der Beginn der Jungsteinzeit, der Sesshaftwerdung der Menschen in unserer Region Südniedersachsen. Insofern ist das, was an Funden hier jetzt tatsächlich erfasst werden kann, in der Tat sehr, sehr alt, und wissenschaftlich bedeutend." Die Ausgrabungen werden vom Landkreis Göttingen mit 200.000 Euro finanziert und sind auf drei Monate angelegt. Dann wird die ehemalige Anne-Frank-Schule zu einem Familienzentrum umgebaut.

Grabungsleiter Eberhardt Kettlitz präsentiert einige der Funde. (Bild: Tina Fibiger)

Landrat Bernhard Reuter und Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg besuchten die Ausgrabungen (Bild: Tina Fibiger)

Die Ausgrabungen haben Anfang Juli begonnen und sind auf drei Monaten angesetzt. (Bild: Tina Fibiger)

Alles wird genau protokolliert, denn im Anschluss werden die Gruben wieder zugeschüttet und es wird dort gebaut. (Bild: Tina Fibiger)