Göttinger Gesellschaft für bedrohte Völker organisiert Straßenaktion zu Olympischen Spielen
Die Göttinger Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat anlässlich der Olympischen Spiele gestern am Göttinger Gänseliesel mit der Straßenaktion „Brasilien spielt mit dem Feuer“ auf die Lage der Ureinwohner aufmerksam gemacht. Von 16 bis 18 Uhr verteilten die Aktivisten Flyer und boten unter anderem für Kinder olympisches Ringewerfen an. Für die frühen Bewohner Brasiliens sei Olympia kein Grund zum Feiern, so Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker bei der GfbV. Ihre Wohnräume seien durch Landraub und Wirtschaftsinteressen bedroht. Das würde die Existenz der indigenen Völker gefährden. Insbesondere Agrar-, Bergbau- und Energiewirtschaft würden versuchen, sich die Gebiete der Indigenen anzueignen. Die GfbV fordert unter anderem die Registrierung und Markierung der Grenzen indigenen Landes, die Mitbestimmung Indigener bei gravierenden Eingriffen in ihr Territorium und den Stopp der Regenwaldzerstörung. Laut der GfbV gibt es in Brasilien über 300 indigene Völker.
Olympisches Hula Hoop. (Bild: Jeanine Rudat)
Olympisches Ringewerfen. (Bild: Jeanine Rudat)
Protest der Gesellschaft für bedrohte Völker. (Bild: Jeanine Rudat)
Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, im Gespräch mit Passanten. (Bild: Jeanine Rudat)