CDU und FPD werfen SPD vor, den Grünen-Verzicht auf einen eigenen Landratskandidaten gekauft zu haben
Die CDU und die FDP Göttingen kritisieren die Göttinger SPD im Kreistag und Landrat Bernhard Reuter wegen eines möglichen Kaufs des Verzichts der Grünen auf einen eigenen Landratskandidaten. Die Parteien haben über ein anonymes Schreiben eine Email bekommen, die, wenn diese echt ist, einen Deal zwischen SPD und Grünen bezüglich wichtiger Posten belegen würde. Aus dieser geht hervor, dass der Kreisverband der Grünen auf einen Landratskandidaten verzichtet. Dafür soll ein Mitglied der Grünen den Posten des Geschäftsführers des Verkehrsverbundes ZVSN erhalten. Die SPD würde den Vorschlag akzeptieren, hieß es darin, sofern die notwendigen Qualifikationen vorausgesetzt werden können. CDU Kreisverbandsvorsitzender Fritz Güntzler sagte dazu: „Ehrlich gesagt bin ich erschrocken, wie scheinbar im Hinterzimmer ein rotgrünes Posten-Geschacher, am Wähler vorbei, betrieben wird. Dieser Politikstil schadet dem Vertrauen in die Demokratie“. Auch die FDP-Stadtverbandsvorsitzende Felicitas Oldenburg reagierte nach eigenen Worten entsetzt darüber. Landrat Bernhard Reuter hat bereits dazu Stellung genommen. Die Stelle des Geschäftsführers des ZVSN werde in einem geordneten, transparenten Verfahren besetzt. Auch der Kreisausschuss, und damit die CDU, seien eingebunden und werde informiert. Es gehe bei der Besetzung um fachliche und persönliche Eignung. Es gehe aber auch um politischen Rückhalt, deshalb sei ihm bei der Besetzung dieser Position die Unterstützung der Grünen wichtig. Mathis Weselmann, Sprecher der Kreisgrünen, sagte: „Es wirkt schon etwas verzweifelt, wie Herr Güntzler auf der Zielgeraden des Wahlkampfs versucht, einen alltäglichen Vorgang zum Skandal aufzubauschen.“ Die SPD und Grünen hätten sich lediglich verständigt, eine gemeinsame Haltung zu vertreten.