Geschrieben von Jeanine Rudat / Robin de Greef
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Die neu gewählten Göttinger Ratsmitglieder haben sich auf ihrer ersten Sitzung am Freitag einstimmig gegen eine Bündelung der geplanten Höchstspannungsleitungen Wahle-Mecklar und Südlink im Westen der Stadt ausgesprochen. Hans-Georg Scherer von der CDU hatte massive Bedenken an diesen Plänen des Netzbetreibers Tennet, der, so Scherer, durch das Nadelöhr Göttingens Strom vom Norden in den Süden leiten möchte. Er kritisierte, dass bereits mehrere Trassen im Stadtbereich Göttingen vorhanden seien. Er sprach auch vom "Trassen-Klo Südniedersachsen". Seine Hauptkritik war, dass die Dörfer im Landkreis, sowohl in ihrer möglichen Ausdehnung, als auch in ihrer Lebensqualität dadurch beeinträchtigt werden. Er plädierte für die Alternative eines östlich verlaufenden Korridors für diese Trassen. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler wird sich nun, wie von den Parteien gefordert, in das Planverfahren einschalten.