Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Gewerkschaft Ver.di wirft der Führungsriege des Einbecker Bürgerspitals eine Falschinformation der Öffentlichkeit vor. Demnach hätten Beirat und Gesellschafter der Gewerkschaft unterstellt, nicht auf eine diskutierte Tariferhöhung von 2,4 Prozent und eine Jahressonderzahlung von 20 Prozent reagiert zu haben. Das Vorhaben sei tarifwidrig und die Beschäftigten seien sofort darüber informiert worden, so Ver.di-Gewerkschaftssekretärin Julia Niekamp. „Das vermeintliche „Angebot“ ist in Wirklichkeit eine Zahlungsverpflichtung der Arbeitgeberseite: Für die Beschäftigten gilt derzeit zu 100 Prozent der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Daraus ergibt sich für die Beschäftigten der Anspruch auf 100 Prozent ihrer Jahressonderzahlung sowie auf die 2,4 Prozent plus seit dem 1.3.2016“, so Niekamp. Zudem solle es für alle Berufsgruppen tarifvertragliche Regelungen geben. Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um eine Krankenschwester oder einen Arzt handele. Die Gewerkschaft befürchtet auch negative Auswirkungen auf eine Förderung für den Neubau. Schon vor zwei Jahren sei durch Gutachten offenkundig geworden, dass die Führung des Bürgerspitals dringend reformiert werden müsse.